Mit großem Kostenaufwand baute man das Haus 1911 zu einem Eisrevue-Theater um. Es erhielt den Namen "
Admiralspalast", in dem jetzt der aus dem benachbarten
METROPOL-Theater (damals ja Behrenstraße) kommende
Julius Einödshofer Eisballette dirigierte.
Ein Plakat aus dem Jahre 1921 lädt ein:
"Admirals-Palast in Berlin am Bahnhof Friedrichstraße
- Eis-Arena
- Allabendlich große Ballettaufführungen auf dem Eise.
- Einziges Etablissement dieser Art auf der ganzen Welt. Jeder Fremde besucht die eigenartigen Aufführungen, die eine große Sehenswürdigkeit sind.
- Admirals-Bad im Admirals-Palast am Bahnhof Friedrichstraße
- Prachtvoll ausgestattete Russisch-Römische Bäder für
- Herren und Damen. Herren-Abteilung Tag und Nacht geöffnet.
- Kur-Abteilung"
1923 übernimmt
Hermann Haller das Haus, läßt es umbauen und eröffnet im September 1923 als
Revue-Theater mit der Revue "Drunter und Drüber" für die
Kollo die Musik geschrieben hatte und aus der die Hauptmelodie sofort ein Schlager wurde:
"Solang noch Untern Linden",
der auch heute von seiner Frische nichts eingebüßt hat.
Wie die Kritiker schrieben, stellten die Haller-Revuen ein "Mixtum compositum von Sinn und Unsinn, Derbheit (in Nacktkultur) und Sentimentalität, höchstem Raffinement und tiefstem Ungeschmack" dar:
- "Noch und Noch" (1924)
- "Achtung, Welle 505" (1925)
- "An und Aus" (1926)
- "Wann und Wo" (1927)
- "Schön und Schick" (1928)
- "Csardasfürstin" Revuefassung (1930)
Unter neuer
Rotterscher Direktion gelangt 1931 die
Millöcker-Operette (Bearbeitung von
Theo Mackeben), "Die Dubarry", mit
Gitta Alpar in der Titelrolle zur Aufführung und 1932 folgten
Künnekes "Liselott", wieder mit
Gitta Alpar, dann
Käthe Dorsch,
Gustav Gründgens und
Hilde Hildebrandt.
Anfang 1933 wird der Admiralspalast in der Folge des Zusammenbruchs des Rotterschen Theaterkonzerns geschlossen.
1935 übernimmt Kapellmeister Walter Hochtritt die Direktion, engagiert als Regisseur Walter Felsenstein und als Bühnenbildner Gaspar Neher und bringt am Admiralspalast u.a. mit Cordy Milowitsch und Herbert Ernst Groth heraus:
- "Die Fledermaus" (1935)
- "Frau Luna (1936)
- "Kaiserin Katharina" (1937)
- "Die Dubarry" (1938)
1939 wird der
Admiralspalast mit dem
METROPOL-Theater unter
Heinz Hentschke vereinigt (1938 weitere Umbauten im Zuschauerraum) und startet mit einer Revue "Sonnenschein für alle". Dann folgen die "Lustige Witwe" mit
Johannes Heesters als Danilo und noch zwei Uraufführungen: 1942 "Manita" von
Dostal und 1943 "Der goldene Käfig" von
Theo Mackeben.
1944 werden sämtliche Theater geschlossen; aus dem Admiralspalast wird ein Kino.